Mehr als drei Viertel aller mittelfränkischen Schulen ohne ausreichendes Internet

Landespolitik

75,8 Prozent der mittelfränkischen Schulen stehen nur Internetgeschwindigkeiten von maximal 16 Mbit/s zur Verfügung. Die Angaben beziehen sich auf die Internetbandbreite, die die Schulen selbst in einer Umfrage 2017 angegeben haben, und berücksichtigen staatliche und städtische Schulen in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken.

In Mittelfranken sind laut Auskunft der Staatsregierung 460 Schulen mit maximal 16 Mbit/s versorgt (Die genaue Anzahl der Schulen in den Landkreisen bzw. kreisfreien Städten ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen). „Diese Bandbreiten sind für Unterricht in digitalen Klassenzimmern viel zu gering, wie die Staatsregierung selbst einräumt.“, so der Wilhermsdorfer Landtagsabgeordnete Harry Scheuenstuhl (SPD). In einem Positionspapier des Bildungsministeriums heißt es, dass die verfügbare Internetbandbreite in Schulen „nicht weniger als 100 Mbit/s betragen“ sollte (siehe Beraterkreis zur IT-Ausstattung von Schulen, S. 21). Diese Forderung erfüllen weniger als 11 Prozent der mittelfränkischen Schulen, wie die Antwort des Ministeriums auf die Anfrage der SPD-Landtagsfraktion ergibt.

„In den Landkreisen Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim und Fürth kann keine einzige Schule die 100-Mbit/s-Vorgabe des Bildungsministeriums erfüllen.“, zeigt sich Scheuenstuhl verärgert über die mangelnde Investitionsbereitschaft der Staatsregierung in die notwendige Ausstattung der Schulen in den beiden Landkreisen. Er erklärt dazu: „Den Schülerinnen und Schülern muss digitale Souveränität vermittelt werden, sie müssen digitale Geräte bedienen, verstehen und sinnvolleinsetzen können. Und die Voraussetzung dafür ist das schnelle Internet an der Schule, egal ob in der Stadt oder dem ländlichen Raum.“ Außerdem brauchen die Schulen auch mehr Lehrerinnen und Lehrer, die in Bezug auf die Digitalisierung besonders geschult werden, wie der Abgeordnete betont. „Ich gehe nicht davon aus, dass das jüngst verkündete Förderprogramm der Staatsregierung wirksam und zügig Abhilfe verschaffen wird.“, so Scheuenstuhl abschließend.

 
 

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